EINLADUNG: 5. ARBEITER*INNENLIEDER-SCHLONZ

Bereits zum 5. Mal hat die Juso-Hochschulgruppe das Vergnügen zum Arbeiter*innenlieder-Schlonz laden zu dürfen:

Dienstag, den 18.06.2013, ab 20:00 Uhr im Akk.

Dieses Mal warten wir daher mit einem ganz besonderen Highlight auf: Um mit Euch die reiche Geschichte der Arbeiterbewegung wieder aufleben zu lassen, haben wir in Zusammenarbeit mit der Hochschulgruppe der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Band der Popakademie Baden-Württemberg eingeladen! Diese wird uns in den Genuss ihrer Neuvertonungen klassischer Arbeiter*innenlieder bringen.

Inzwischen ist der Arbeiter*innenlieder-Schlonz zu einer festen Institution auf dem Campus des KIT geworden, ein Klassiker könnte man sagen. Hier treffen sich einmal im Semester alle Freund*innen der Arbeiterbewegung aus Karlsruhe und Umgebung, um solidarisch miteinander zu feiern. Bei Brezeln und Bier (oder auch anderen Getränken) tun wir es Liebknecht, Bebel und Lasalle gleich und stimmen gemeinsam unsere Favoriten unter den Arbeiter*innenliedern an. Den engagierten Sänger*innen winkt dabei traditionell das ein oder andere Freigetränk. Es scheint schon eine lange Zeit vergangen, seit wir zum ersten Mal im April 2011 in diesem Rahmen zusammentrafen. Doch bis zu den 150 Jahren, die seit der Gründung des ersten deutschen Arbeitervereins vergangen sind oder den 40 Jahren Geschichte, auf die wir als Juso-Hochschulgruppen zurückblicken können, haben wir noch Einiges vor uns. Diese Jubiläen müssen wir nun erst einmal gebührend feiern! Also werft Euch Eure roten Klamotten über und genießt mit uns und unseren Freund*innen von der Hochschulgruppe der Friedrich-Ebert-Stipendiat*innen die Band der Popakademie und singt mit uns zur Feier der Arbeiterbewegung. Weitere Informationen findet Ihr auf FACEBOOK.

Die FES- und Juso-Hochschulgruppen freuen sich auf Euch!

AUF DER SUCHE NACH DEM "TRAUMJOB WISSENSCHAFT?!"

Deutschland gilt als Land der Innovationen. Deutsche Unternehmen investieren jährlich Milliarden in die Forschung, um sich durch innovative Technologien vom Rest der Welt abzusetzen. Doch ein Großteil der Forschung findet weiterhin an den Hochschulen statt. Die dort tätigen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dabei überwiegend Befristung und Teilzeitstellen ausgesetzt. „Hervorragende Forschung und Lehre lassen sich nur durch stabile Beschäftigungsbedingungen und berechenbare Perspektiven langfristig sichern“, sagte Niklas Horstmann von der Juso-Hochschulgruppe zur Eröffnung einer Podiumsdiskussion, die sich der Suche nach dem „Traumjob Wissenschaft!?“ widmete.
 
Mit ihrem „Herrschinger Kodex“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) einen Leitfaden für gute Arbeit in der Wissenschaft geschaffen. Dieser gab Anlass zu einem gemeinsamen Diskussionsabend der Juso-Hochschulgruppe und des Netzwerk Hochschulpolitik in der Hochschulstadt Karlsruhe. Der Einladung folgten Cenderese Sadiku von der GEW, Dr. Elke Luise Barnstedt, Vizepräsidenten für Personal und Recht am KIT, Johannes Stober, SPD-Landtagsabgeordneter, Niklas Zumbroich, Personalrat der Hochschule Karlsruhe sowie Igor Gilitschenski, Doktorand am KIT. Parsa Marvi, SPD-Kreisvorsitzender und Bundestagskandidat wies in einem Grußwort darauf hin, dass prekäre Arbeit in der Mitte der Gesellschaft angelangt sei. Auch Akademiker und Wissenschaftler würden dies spüren. Dieser Trend sei aufzuhalten und umzukehren. In ihrem Impulsreferat unterstrich Sadiku, dass es üblich sei, dass Doktorandinnen und Doktoranden mit halben Stellen stillschweigend den ganzen Tag arbeiteten, ohne dafür eine Entschädigung zu erhalten. Der Herrschinger Kodex sei ein Leitfaden für Hochschulen, die sich ihrer immensen Verantwortung bewusst werden und Mindeststandards für ihre Beschäftigungsverhältnisse schaffen wollen.
 
Die Podiumsgäste stürzten sich in eine angeregte Diskussion, die Andreas Eisinger von Baden TV moderierte. Dr. Barnstedt berichtete aus Sicht des KIT und beschwichtigte damit, dass an ihrer Hochschule vieles besser laufe. So wies sie darauf hin, dass am KIT nur 19% der Beschäftigten Vertragslaufzeiten von unter einem Jahr hätten. „Dabei verschwieg sie jedoch, dass weiterer großer Teil der Belegschaft Verträge mit genau einjähriger Laufzeit hat. Die wissenschaftlichen Angestellten an der Universität sind zu über 80% befristet beschäftigt.“, stellt Horstmann dazu fest. Gilitschenski sprach von seinen persönlichen Erfahrungen und bekräftigte, dass sich die Nähe der Forschung zur Wirtschaft positiv auf die Beschäftigungsbedingungen auswirke. Er sehe eine eklatante Kluft zwischen Arbeitsbedingungen in den Natur- und Geisteswissenschaften. Stober, der im Landtag unter anderem für den Wissenschaftsetat zuständig ist, wies darauf hin, dass sich die Politik ihrer Verantwortung bewusst sei, auch wenn die Finanzlage des Landes angespannt sei. Derzeit konzentriere man sich insbesondere auf den Hochschulpakt 2014 und könne Reformen nur schrittweise durchführen.
 
Ebenfalls rege diskutiert wurde die Familienfreundlichkeit sowie die Entlohnung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen. Auf die Frage eines Gastes, ob das KIT den Herrschinger Kodex unterzeichnen werde, antwortete Dr. Barnstedt ausweichend doch versicherte, die Ziele des Kodex soweit möglich umzusetzen.
 
 

DER 1. MAI – EIN TAG DER SOLIDARITÄT UND GERECHTIGKEIT

Der internationale Tag der Arbeit ist der Feiertag der Arbeiterbewegung. Jedes Jahr am ersten Mai können Arbeiter*innen und Fürsprecher*innen innehalten und auf die Jahrzehnte des gemeinsamen Einsatzes für mehr Gerechtigkeit und Solidarität blicken. Der erste Mai, der in vielen Teilen der Welt ein gesetzlicher Feiertag ist, gehört insbesondere in diesem Jahr der SPD. Ihr 150-jähriges Jubiläum ist ein besonderer Anlass, die großen Momente der Arbeiterbewegung Revue passieren zu lassen. Das Einstehen für Freiheit und Gleichheit, gegen den Nationalsozialismus und die Diskriminierung hat unsere Gesellschaft zu der gemacht, die sie heute ist. Wir wollen dieses Erbe bewahren und den Gedanken, der die Arbeiterbewegung angespornt hat, weitertragen. Wohlwissend, dass wir Jusos selbst noch viel verändern können und müssen. Auch dieses Jahr nahm unsere Hochschulgruppe an der traditionellen Mai-Demonstration in Karlsruhe teil. Um zehn Uhr begann der Demonstrationsmarsch am Marktplatz mit einigen hundert Menschen und endete schließlich im Stadtgarten. Auf der Seebühne hielten unter anderem Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, sowie Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Festreden. Abgerundet wurde das Ganze mit einer Theateraufführung der DGB-Jugend. Thematische Schwerpunkte waren dieses Jahr die Zerschlagung der  freien Gewerkschaften vor 80 Jahren durch das NS-Regime und der geplante Naziaufmarsch Ende Mai.

Am 25. Mai wollen Neonazis unter dem Motto „Freiheit für alle politischen Gefangenen! Lasst unsere Kameraden frei!“ in Karlsruhe aufmarschieren. Wir werden das nicht dulden, da Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Gerade zum Prozessauftakt der NSU-Morde ist dieser Aufmarsch ein Angriff auf unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe (AAKA) ruft deshalb zu einer Gegendemonstration auf, der wir als Juso-Hochschulgruppe ebenfalls beiwohnen werden. Im Studierendenparlament haben wir uns für die Unterzeichnung eines Aufrufs gegen den Aufmarsch der Rechten eingesetzt. Der UStA des KIT und die Juso-Hochschulgruppe sowie viele weitere unterstützen das AAKA. Wir werden am 25. Mai Präsenz zeigen und laden alle ein sich an diesem Tag ab 09:30 Uhr am Bahnhofsvorplatz den Neonazis friedlich in den Weg zu stellen und ihren Aufmarsch zu verhindern!

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Aktionsbündnisses: http://www.antifa-buendnis-ka.de

EINLADUNG: TRAUMJOB WISSENSCHAFT!?

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

hervorragende Forschung und Lehre lassen sich nur durch stabile Beschäftigungsbedingungen und berechenbare Perspektiven langfristig sichern. Mit ihrem „Herrschinger Kodex“ formuliert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) daher Mindeststandards für Arbeitsplätze in der Wissenschaft. Doch sind diese überhaupt wünschenswert und realisierbar? Was würde sich durch ihre Umsetzung ändern? Gibt es den „Traumjob Wissenschaft“?

Diskutieren Sie am 07. Mai ab 19:00 Uhr in der Europahalle Karlsruhe mit uns und unseren Gästen:

  • Santina Battaglia, Referentin für Hochschule und Forschung, GEW
  • Dr. Elke Luise Barnstedt, Vizepräsidentin für Personal und Recht, KIT
  • Johannes Stober, MdL und Mitglied des Finanzausschusses, SPD
  • Georg Reinhardt, Vorsitzender des Personalrats, Hochschule Karlsruhe
  • Igor Gilitschenski, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter, KIT

Das Netzwerk Hochschulpolitik und die Juso-Hochschulgruppe freuen sich auf Sie! Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer sowie diesem FACEBOOK-EVENT.

Ihre Juso-Hochschulgruppe Karlsruhe & Ihr Netzwerk Hochschulpolitik

JUSOS UND JUSO-HOCHSCHULGRUPPE FÜR MASTERPLATZGARANTIE UND GEGEN BÜCHERGELDERHÖHUNG

Die Juso-Hochschulgruppe Karlsruhe macht sich schon seit langem stark für eine echte Chancengerechtigkeit im Hochschulwesen. So fordert sie unter anderem einen Rechtsanspruch auf einen Masterstudienplatz für alle Bachelorabsolventen und setzt sich dafür ein, dass das von der Landesregierung versprochene Ausbauprogramm „Master 2016“ konsequent umgesetzt wird.

Diese Woche haben sich die Karlsruher Jusos, die Jugendorganisation der SPD, zu einer Mitgliederversammlung getroffen, an der auch einige Mitglieder der Juso-Hochschulgruppe Karlsruhe teilgenommen haben.

Mitgliederversammlung der Jusos Karlsruhe-Stadt

Beschlossen wurde hier unter anderem ein Antrag, der sich gegen die von Schwarz-Gelb geplante Erhöhung des Büchergeldes für alle Stipendiaten der Begabtenförderungswerke zum Wintersemester von derzeit 150 Euro auf 300 Euro ausspricht. „Eine Verdoppelung des Büchergeldes ist nicht gerecht“, findet Jonas Müller von den Karlsruher Jusos, der gleichzeitig auch Stipendiat bei der Hans-Böckler-Stiftung ist und begründet: „Auch Studenten aus finanziell besser gestellten Familien würden von einer Erhöhung des Büchergeldes profitieren, obwohl sie dies nicht nötig haben. Um die Mehrausgaben bei gleichbleibenden finanziellen Mitteln aber kompensieren zu können, werden die Begabtenförderungswerke Stipendienplätze kürzen müssen.“ Niklas Horstmann, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe und der Stipendiatengruppe der Friedrich-Ebert-Stiftung Karlsruhe teilt diese Einschätzung und ergänzt: „Die Leidtragenden hiervon wären vor allem Stipendienbewerber aus ärmeren Verhältnissen, die auf eine finanzielle Förderung angewiesen sind, durch fehlende Mittel aber abgelehnt werden müssten. Daher ist es uns wichtig, dass die durch eine Beibehaltung des derzeitigen Büchergeldes frei werdenden Gelder einer Erhöhung des BaföGs zu Gute kommen. Übrigens sehen dies nicht nur wir Jusos so, sondern auch die Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung lehnen die Erhöhung selber ab.“

Des Weiteren haben sich nun auch die Jusos für einen Rechtsanspruch auf einen Masterstudienplatz ausgesprochen. „Jeder, der seinen Bachelor erfolgreich absolviert muss das Recht haben auch einen Masterstudiengang aufnehmen zu können – und das möglichst an seiner bisherigen Hochschule beziehungsweise Universität“, so der Juso-Kreisvorsitzende Markus Tideman.

„Es freut uns, dass die Jusos unsere Beschlusslage an diesem Punkt fortan teilen und wir so innerparteilich, aber auch in der Öffentlichkeit gemeinsam für eine gerechtere Hochschulpolitik werben können“, fügt Horstmann an. Schließlich ist er sich darüber im Klaren, wie wichtig eine Verbesserung in Sachen Masterstudienplätze ist: „Im Landeshochschulgesetz ist zwar der Bachelor der sogenannte Regelabschluss. Die Realität zeigt aber, dass schon jetzt über drei Viertel der Bachelorabsolventen ein Masterstudium aufnehmen und in naher Zukunft daher ein starker Nachfrageüberhang bei Masterstudienplätzen zu erwarten ist.“ Die beiden sozialdemokratischen Organisationen sind sich darin einig, dass dieser Umstand nicht tragbar sei und der freie Zugang zu Bildung auch für Masterstudiengänge gelten müsse.

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