"WIR WOLLEN RASEN UND KEINEN MATSCH"

Am 13.05.2014 protestierten rund 150 Studierende im Forum des Karlsruher Instituts für Technologie. Zu diesem Protest in Form eines Flashmobs hatte die Juso-Hochschulgruppe gemeinsam mit dem AStA aufgerufen.

Am 12. April sanierten rund 20 Studierende den im Forum des KIT stark zerstörten Rasen in stundenlanger mühsamer Arbeit. Dieser wurde durch die Aufbauarbeiten für eine geplante Hochschulveranstaltung unter Verantwortung des KIT großflächig zerstört. „Wir können nicht hinnehmen, dass das KIT den Rasen im Forum zerstört, ohne von vornherein die anschließende Sanierung zuzusagen. Deshalb fordern wir die Verantwortlichen auf, den Rasen nach der Veranstaltung umfassend wiederherzustellen“, so Timona Ghosh, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe und Gemeinderatskandidatin. „Das Forum ist ein beliebter Treffpunkt für die Studierenden, an dem sie neben dem alltäglichen Unistress auch in den Pausen und darüber hinaus zur Ruhe kommen können“, so Ghosh weiter. Das Forum liegt zentral gelegen zwischen Uni-Bibliothek, Mensa, Audimax sowie dem Studierendenzentrum AKK und ist die grüne Ruhezone auf dem Campus.

Der Protestzug lief, angeführt durch Noah Fleischer, von einem Infostand der Juso-Hochschulgruppe vor dem AKK an der Mensa vorbei auf das Forum. Hier versammelten sich schließlich rund 150 Studierende zu einer Kundgebung. Diese skandierten lautstark: „Wir wollen Rasen, keinen Matsch!“ Die Protestaktion war ein voller Erfolg: Bereits wenige Stunden nach Ankündigung der Aktion sicherte das KIT die umfassende Sanierung des Rasens zu. Die beiden Gemeinderatskandidaten Niklas Horstmann und Noah Fleischer freuen sich: „Die Aktion zeigt, dass sich Studierende für ihr Umfeld interessieren und einsetzen. Dieses Engagement wollen wir in den Karlsruher Gemeinderat tragen.“

 

MITGLIEDERVERSAMMLUNG IM SOMMERSEMESTER 2014 - JUSO-HOCHSCHULGRUPPE KARLSRUHE SETZT IHR ERFOLGREICHES ARBEITSJAHR FORT

Die Juso-Hochschulgruppe Karlsruhe geht gestärkt ins neue Semester. Auf der Mitgliederversammlung am 12.05.2014 stand neben der Wahl eines neuen Vorstands das Arbeitsprogramm für das laufende Semester auf der Tagesordnung. Bei den Vorstandswahlen wurden Timona Ghosh (Sprecherin, 20 Jahre), Daniel Sobing (Finanzen, 26 Jahre), Martin Sand (Chefredakteur des Juso-Hochschulgruppen-Magazins KontraBass, 27 Jahre) sowie Noah Fleischer (Fraktionsvorsitzender im Studierendenparlament, 26 Jahre) in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand vertreten ist Andreas Czech (27 Jahre), der Deniz Kus (22 Jahre) als Pressesprecher ablöst. Erwähnenswert ist hier, dass ein neuer Vorstandsposten geschaffen wurde, der den Bisherigen des Schriftführers ablöst. Dieser trägt nun den Namen des „Innenbeauftragten“, zu dem Alexej Gerstmaier gewählt wurde. Die Aufgaben des bzw. der Innenbeauftragten sind zum einen die fortlaufende Verantwortung für die Ergebnissicherung der Arbeit der Juso-Hochschulgruppe sowie die Pflege der internen Kommunikationsmedien.

Die Juso-Hochschulgruppe möchte ihre erfolgreiche Arbeit aus dem vergangenen Semester fortführen und sich weiterhin für die Wünsche und Anliegen der Studierenden am Hochschulstandort Karlsruhe stark machen. Schwerpunkte bilden hier die Bereiche finanzierbarer und ausreichender Wohnraum für StudentInnen, die Modernisierung des BAföG sowie die Masterplatzgarantie für alle Studierenden am KIT.

Dass die Juso-Hochschulgruppe für Inhalte steht, die bei den Studierenden ankommt, zeigt sich nicht zuletzt bei den letztjährigen Wahlen zum Studierendenparlament am Karlsruher Institut für Technologie. Hier stellt die Juso-HSG aktuell mit sechs Sitzen die stärkste Fraktion dar. „Wir stehen für eine studentische, unabhängige und solidarische Hochschulpolitik ein. Mit unseren Themen sprechen wir die Studierenden direkt an und gehen auf die Probleme ein, die sie im Zusammenhang mit ihrem Studium wie auch mit ihrem Leben in und um Karlsruhe bewegen“, so Timona Ghosh, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe.

Die Juso-HSG möchte ihren letztjährigen Erfolg gerne wiederholen und die Studierenden vor den anstehenden StuPa-Wahlen auch auf ihre aktuell erfolgreiche Arbeit aufmerksam machen. „Dass unsere Arbeit Früchte trägt, zeigt nicht zuletzt der Ausbau des kostenlosen WLANS an zahlreichen öffentlichen Orten in Karlsruhe wie auch auf dem Campus des KIT. Hier war bzw. ist es uns ein Anliegen, die WLAN-Situation zu verbessern, sodass ein lückenloser Zugang auf dem Campus Süd in Zukunft möglich ist“, so Andreas Czech, Pressesprecher der Juso-Hochschulgruppe Karlsruhe. Die Juso-HSG wird den diesjährigen StuPa-Wahlkampf mit Leidenschaft und vollem Einsatz durchführen und das Gespräch mit den Studierenden suchen.

Geplante Veranstaltungen für das laufende Semester sind der in den letzten Jahren erfolgreich durchgeführte traditionsreiche „Arbeiter*innenlieder-Schlonz“ im AKK sowie ein Themenabend zur aktuellen Landeshochschulgesetz-Novellierung. Dabei wird die Juso-Hochschulgruppe auch beim AKK-Sommerfest mit einem Stand vertreten sein. Ein großer Erfolg war hier die bereits am 30. April in Zusammenarbeit mit dem ZAK (Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften und Studium Generale am KIT) organisierte und durchgeführte Veranstaltung: „Russland, Ukraine und der Westen. Der Konflikt: Politische Hintergründe und Auswege“, die auch überregional für Aufsehen sorgte. Mehr als 300 Besucher folgten hierbei den differenzierten Ausführungen von Dr. h. c. Gernot Erler, MdB und seit 2013 zuständiger Russland-Koordinator der Bundesregierung, zur aktuellen Situation im Osten der Ukraine.

INFO-GRILLABEND DER JUSO-HOCHSCHULGRUPPE AM 13.05.2014

Hallo Kommiliton*innen,

Du hast Spaß an Politik?
Du hast Lust auf Veränderungen?
Du willst Deine Umwelt, das studentische Karlsruhe und den Campus mitgestalten?
Und Du willst Verantwortung übernehmen?

Dann laden wir Dich ein zum

Grill-Infoabend der Juso-Hochschulgruppe
am Dienstag, den 13. Mai
um 19:30 Uhr
vor den AStA-Räumen in der Mensa am Adenauerring.

In gemütlicher Atmosphäre wollen wir uns und unsere politische Arbeit für die Studierenden an den Karlsruher Hochschulen und darüber hinaus vorstellen. Genauso wollen wir auch mehr von Dir erfahren: Was bewegt Dich? Wo siehst Du Änderungsbedarf an Deiner Hochschule?

Komm vorbei und lerne uns kennen! Für ausreichend Grillgut (auch vegetarisch) ist gesorgt!

Wir freuen uns auf dich!

Deine

Juso-Hochschulgruppe

UKRAINE-KRISE: GERNOT ERLER (MDB) HÄLT VORTRAG AM KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE

Dr. Gernot Erler (MdB), Staatsminister des Auswärtigen Amtes und Russlandbeauftragter der Bundesregierung war zu einem Vortrag und einer Publikumsdiskussion zu Besuch am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Unter dem Titel Russland, Ukraine und der Westen : Politische Hintergründe und Auswege, hatten die Juso-Hochschulgruppe und das Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften und Studium Generale am KIT (ZAK) zu diesem aktuellen Thema eingeladen. Der Abend begann mit einer szenischen Lesung eines Ensembles des Badischen Staatstheaters aus dem ukrainischen Stück „Hohe Auflösung“.

Nach der darauf folgenden Begrüßung durch Niklas Horstman (Juso-Hoschulgruppe), bei der er bereits viele kritische Fragen aufwarf, richtete der Geschäftsführer des ZAK, Jens Görisch, ein Grußwort an die weit über 300 anwesenden Zuhörer und Gäste. Daraufhin stellte er den Gast in einer detaillierten Sichtweise vor und übergab das Wort mit einem Zitat des russischen Dichter Tjuttschew an Gernot Erler.

Gernot Erler begann seinen in fünf Kapitel unterteilten Vortrag mit der Darstellung der aktuellen Lage in der Ukraine und wie es dazu kam. Er verurteilte die widerrechtliche Gefangennahme der OSZE-Beobachter durch prorussische Separatisten und kritisierte die „destabilisierenden Machenschaften“ Russlands. Als es in seinem Vortrag um die Rolle der Euopäischen Union (EU) ging, bekräftigte Erler, dass die EU das Ziel verfolge ,,grenzübergreifende Zusammenarbeit zu fördern”, um auf diese Art und Weise Stabilität herzustellen Besondere Bedeutung sprach Russlandbeauftragte der Revolution rund um den Majdan zu. Die Geschehnisse hätten zu einer ,,Systemauseinandersetzung” geführt. Die russische Seite betrachte die Revolution in der Ukraine jedoch weiterhin als „faschistischen Staatsstreich”. Für russische Machthaber sei dieser „Regimechange von unten” die größte Provokation, verbunden mit der Angst vor einer ,,Infektion bis nach Russland”.

Der Staatsminister kritisierte außerdem, dass Russland „prorussische Separatisten mindestens dulde, wenn nicht sogar unterstütze“ um die Lage chaotisch zu halten, welches wiederum ein Argument für weiteren politischen Einfluss sein könne. Zum Schluss gab Gernot Erler einen kurzen Ausblick und stellte klar, dass auch ohne den Konflikt mit Russland die Ukraine momentan genügend Probleme habe. Unter anderem stehe der Staat kurz vor dem bankrott und es gäbe bereits Zweifel an einem gelungen Systemwechsel. Der Westen solle deeskalierend Handeln und „sich gut überlegen wie es weitergeht“. Nach diesem informativen Vortrag hielten Alexej Gerstenmaier, geboren in Moskau, und Jürgen Schmidt, die Mutter seiner Tochter ist Ukrainerin, kurze und persönliche Reden, die versuchten andere Sichtweisen der Situation darzustellen.

Abschließend kam es zu einer Publikumsdiskussion bei der Erler einige Fragen beantwortet. Timona Ghosh, Sprecherin der Juso-Hoschulgruppe, war begeistert vom regen Andrang der Veranstaltung. ,,Wir sehen, dass das Thema viele Menschen in Deutschland bewegt. Veranstaltungen wie diese tragen zur Aufklärung der Lage bei und können Spekulationen oder Gerüchte zerstreuen”.

RUSSLAND, UKRAINE UND DER WESTEN - DER KONFLIKT: POLITISCHE HINTERGRÜNDE UND AUSWEGE

Seit Beginn des Jahres schaut die Welt mit Sorge auf die Ukraine. In wenigen Wochen wurden dort Fakten geschaffen: In Kiew ist eine neue Regierung an der Macht, die staatliche Zugehörigkeit der Krim ist umstritten und im Osten der Ukraine rufen prorussische Kräfte unabhängige Republiken aus. Die Ukraine versinkt immer tiefer in der Krise. Dabei ist die Rolle Russlands unklar, die Position des Westens nicht eindeutig. Wie konnte es zu diesem Konflikt kommen? Welche Rolle spielen dabei die Geschichte und Kultur Russlands und der Ukraine? Welche Auswege aus der Krise gibt es noch? Kann eine militärische Auseinandersetzung verhindert werden?

Die Juso-Hochschulgruppe Karlsruhe und das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale laden euch ein, diese Fragen am 30. April 2014 ab 19:00 Uhr im Festsaal des Studentenhauses mit Dr. h. c. Gernot Erler zu diskutieren. Der SPD-Bundestagsabgeordnete ist seit 2013 Russland-Koordinator der Bundesregierung. In seinem Vortrag wird er die aktuelle Lage in der Ukraine bewerten und Auswege aus der Krise skizzieren. In der anschließenden Publikumsdiskussion freuen wir uns auf eine lebhafte Debatte mit Ihnen. Berichte von Betroffenen der Krise werden die Diskussion bereichern.

Grußwort: Jens Görisch, Geschäftsführer des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am KIT

Moderation: Niklas Horstmann, Landeskoordinator der Juso-Hochschulgruppen Baden-Württemberg

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