JUSOS UND JUSO-HOCHSCHULGRUPPE FÜR MASTERPLATZGARANTIE UND GEGEN BÜCHERGELDERHÖHUNG

Die Juso-Hochschulgruppe Karlsruhe macht sich schon seit langem stark für eine echte Chancengerechtigkeit im Hochschulwesen. So fordert sie unter anderem einen Rechtsanspruch auf einen Masterstudienplatz für alle Bachelorabsolventen und setzt sich dafür ein, dass das von der Landesregierung versprochene Ausbauprogramm „Master 2016“ konsequent umgesetzt wird.

Diese Woche haben sich die Karlsruher Jusos, die Jugendorganisation der SPD, zu einer Mitgliederversammlung getroffen, an der auch einige Mitglieder der Juso-Hochschulgruppe Karlsruhe teilgenommen haben.

Mitgliederversammlung der Jusos Karlsruhe-Stadt

Beschlossen wurde hier unter anderem ein Antrag, der sich gegen die von Schwarz-Gelb geplante Erhöhung des Büchergeldes für alle Stipendiaten der Begabtenförderungswerke zum Wintersemester von derzeit 150 Euro auf 300 Euro ausspricht. „Eine Verdoppelung des Büchergeldes ist nicht gerecht“, findet Jonas Müller von den Karlsruher Jusos, der gleichzeitig auch Stipendiat bei der Hans-Böckler-Stiftung ist und begründet: „Auch Studenten aus finanziell besser gestellten Familien würden von einer Erhöhung des Büchergeldes profitieren, obwohl sie dies nicht nötig haben. Um die Mehrausgaben bei gleichbleibenden finanziellen Mitteln aber kompensieren zu können, werden die Begabtenförderungswerke Stipendienplätze kürzen müssen.“ Niklas Horstmann, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe und der Stipendiatengruppe der Friedrich-Ebert-Stiftung Karlsruhe teilt diese Einschätzung und ergänzt: „Die Leidtragenden hiervon wären vor allem Stipendienbewerber aus ärmeren Verhältnissen, die auf eine finanzielle Förderung angewiesen sind, durch fehlende Mittel aber abgelehnt werden müssten. Daher ist es uns wichtig, dass die durch eine Beibehaltung des derzeitigen Büchergeldes frei werdenden Gelder einer Erhöhung des BaföGs zu Gute kommen. Übrigens sehen dies nicht nur wir Jusos so, sondern auch die Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung lehnen die Erhöhung selber ab.“

Des Weiteren haben sich nun auch die Jusos für einen Rechtsanspruch auf einen Masterstudienplatz ausgesprochen. „Jeder, der seinen Bachelor erfolgreich absolviert muss das Recht haben auch einen Masterstudiengang aufnehmen zu können – und das möglichst an seiner bisherigen Hochschule beziehungsweise Universität“, so der Juso-Kreisvorsitzende Markus Tideman.

„Es freut uns, dass die Jusos unsere Beschlusslage an diesem Punkt fortan teilen und wir so innerparteilich, aber auch in der Öffentlichkeit gemeinsam für eine gerechtere Hochschulpolitik werben können“, fügt Horstmann an. Schließlich ist er sich darüber im Klaren, wie wichtig eine Verbesserung in Sachen Masterstudienplätze ist: „Im Landeshochschulgesetz ist zwar der Bachelor der sogenannte Regelabschluss. Die Realität zeigt aber, dass schon jetzt über drei Viertel der Bachelorabsolventen ein Masterstudium aufnehmen und in naher Zukunft daher ein starker Nachfrageüberhang bei Masterstudienplätzen zu erwarten ist.“ Die beiden sozialdemokratischen Organisationen sind sich darin einig, dass dieser Umstand nicht tragbar sei und der freie Zugang zu Bildung auch für Masterstudiengänge gelten müsse.

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