SOLIDARITÄT MIT DEN STREIKENDEN UND UNTERSTÜTZUNG DER KUNDGEBUNG FÜR FAIRE LÖHNE AM KIT

Mit viel Rücksicht auf die Studierenden haben gestern Angehörige der Gewerkschaft ver.di eine Kundgebung auf dem Ehrenhof des KIT veranstaltet. Die Gewerkschaft fordert im Zuge der Tarifverhandlungen um den TV-L (Tarifvertrag des öffentlichen Dienst der Länder) mehr Lohn, die Urlaubsansprüche nicht zu kürzen und ein höheres Gehalt für Auszubildende am KIT. Obwohl sich die Hausmeister am ganztägigen Streik beteiligten, zeigten sie sich solidarisch mit den Studierenden und öffneten die Hörsäle rechtzeitig für die Klausuren. Der UStA bedankte sich dafür in einer Pressemitteilung.

"Die Juso-Hochschulgruppe setzt sich für gute Arbeitsbedinungen für alle Angestellten am KIT ein. Unsere Auseinandersetzungen mit den Empfehlungen im Herrschinger Kodex der GEW haben gezeigt, wo man am KIT Arbeitsverhältnisse verbessern kann und muss. Wir fordern für Wissenschaftler*innen, studentische Hilfskräfte und Angestellte an Campus Nord und Süd fairen Lohn und angemessene Arbeitsverträge. Nicht nur das KIT als Arbeitgeber ist hier in der Pflicht – auch die Tarifgemeinschaft der Länder ist hoffentlich durch den Warnstreik wachgerüttelt worden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Campus Süd ist mit menschlichem Verstand nicht zu erklären, weshalb die Kolleginnen und Kollegen am Campus Nord, welche nach TVöD statt TV-L bezahlt werden, für die gleiche Arbeit mehr verdienen sollten als sie. Auch wir können diese Ungerechtigkeit nicht mehr nachvollziehen, deshalb haben die Streikenden haben unser Verständnis und unsere Stimme", so Martin Sand, Pressesprecher der Juso–Hochschulgruppe.

Die Mitglieder unserer Hochschulgruppe haben sich aktiv am Streik beteiligt und vor Ort ihre Solidarität bekundet. Nicht nur die Angestellten, auch die Studierenden, die als wissenschaftliche Hilfskräfte am KIT angestellt sind, arbeiten an der Hochschule nicht unter optimalen Bedingungen. Sieht man näher hin, offenbaren sich in den HiWi-Verträgen Missstände, auf die die Kundgebung ebenfalls aufmerksam machte. Viele HiWis wissen nicht, dass sie einen Urlaubsanspruch haben oder werden trotz ihres abgeschlossenen Bachelorstudiums zum Tarif ohne Abschluss eingestellt.

"Am KIT werden studentische Hilfskräfte verstärkt in der Verwaltung eingesetzt, obwohl hierfür eine rechtliche Grundlage fehlt. Als außertariflich Beschäftigte hat diese Gruppe keine eigene Stimme und wird oft nur mit Kurzzeitverträgen abgespeist. Die Studierenden werden dazu benutzt, reguläre Beschäftigungsverhältnisse kostengünstig zu verdrängecn", beklagte auch UStA-Pressereferent Noah Fleischer.

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